Donnerstag, 13 August 2015 00:00

Kanupolo-Teams erfolgreich auf Deutschen Meisterschaften

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Vom 06.-09. August fanden auf der Regattastrecke Berlin-Grünau die 45. Deutschen Meisterschaften im Kanupolo statt. Der RSV Hannover schickte drei Mannschaften an die ehemals olympische Wettkampfstätte, auf der 1936 die Ruder- und Kanuwettbewerbe stattfanden.

Für die Schüler, die sich auf den Norddeutschen Meisterschaften in Quakenbrück als Zweitplatzierter für die DM qualifiziert hatten, begannen die Spiele erst am Freitag. In der Vorrunde konnten die Kids zwei Siege erspielen, einzig gegen den späteren Finalisten vom 1. Meidericher KC war man chancenlos.
Als 2. ihrer Vorrundengruppe standen den Schülern zu diesem Zeitpunkt noch alle Möglichkeiten offen, die Gegner in der Zwischenrunde erwiesen sich jedoch trotz guter Leistungen als zu stark, sodass zwei Niederlagen auf dem Papier standen.
Im Kampf um Platz 5 waren zwei Begegnungen gegen den WSV Osnabrück zu bestreiten – im Verlauf der Saison ein Gegner auf Augenhöhe. Nachdem das Hinspiel knapp mit 1:2 verloren ging, war der psychologische Vorteil auf der Seite der Westniedersachsen, die diesen auch nutzten.
Am Ende stehen die Schüler nach vielen spannenden Partien auf dem 6. Platz und können stolz auf sich sein.

Die 2. Herren starteten in der Leistungsklasse II. Nachdem in der Saison vergleichsweise wenig und mit stark wechselnder Besetzung zusammen gespielt wurde, hieß das Ziel Klassenerhalt.
Die Vorrunde startete teilweise recht durcheinander mit zwei knappen Niederlagen. Obwohl die Mannschaft besser ins Spiel fand, konnten auch die nächsten beiden Partien nicht gewonnen werden, erst das letzte Spiel führte zu 3 Punkten.
Als Vorrunden-Fünfter galt es nun in der Begegnung mit dem WSV Lampertheim den Abstieg zu verhindern, was mit einem 6:2-Sieg auch ungefährdet gelang. Das abschließende Platzierungsspiel wurde leider nochmals verloren, sodass diese Saison auf Platz 10 abgeschlossen und die Mission Klassenerhalt erfüllt wurde.

Die 1. Herren fuhren nach einer teilweise etwas durchwachsenen Saison ohne große Erwartungen nach Berlin. Als Tabellenfünfter mussten sie im Viertelfinale, das wie alle PlayOff-Runden im Modus Best-Of-Three ausgespielt wird, gegen den Viertplatzierten aus Hamburg ran. Hier ließen die zu neunt angereisten Herren nichts anbrennen und besiegten die Jungs von der Alster in zwei Spielen – eine erste kleine Überraschung.
Im Halbfinale galt man gegen die Wassersportfreunde Liblar, die die Saison mit 15 Punkten mehr auf Tabellenplatz 1 abschlossen, als Außenseiter. Dank einer überragenden Trefferquote konnte hier das erste Spiel mit 7:4 gewonnen werden. Im zweiten Spiel glänzte dafür die Abwehr, die bis auf einen Penalty kein Tor der Erftstädter zuließ. Dieser 3:1-Sieg bedeutete den erstmaligen Einzug ins Finale.
Auch das Finale gegen den Deutschen Meister und Champions League-Sieger vom KRM Essen begann mit einem Sieg für den RSV Hannover. Dieser Vorsprung schien den Nerven der noch recht jungen Mannschaft jedoch nicht unbedingt gut zu tun, die im zweiten Spiel keinerlei Chance hatte und mit 0:6 die höchste Saisonniederlage einfuhr. Trotz diesen ernüchternden Ergebnisses wurden die Köpfe im direkt anschließenden entscheidenden dritten Spiel nicht hängen gelassen und sich eine frühe 2:0-Führung erkämpft, welche leider nicht lange Bestand hatte – die Essener drehten das Spiel noch vor der Halbzeitpause zu einem 2:3-Rückstand aus Sicht des RSV. Dieser Rückstand konnte trotz aller Bemühungen nicht mehr aufgeholt werden, sodass sich die Mannschaft des KRM die dritte Meisterschaft in Folge sicherten.
Trotz der Niederlage im Finale haben die Herren gezeigt, dass immer mit ihnen zu rechnen ist und können als Vizemeister zurecht stolz auf ihre Leistung sein. Mit der Finalteilnahme haben sie sich zeitgleich einen Startplatz in der Champions League im südpolnischen Kaniów am 19./20. September gesichert!

 

Letzte Änderung am Dienstag, 27 September 2016 09:49